Freitag, Oktober 28, 2005

Politische Diskussion Teil 1

Zur weiteren Unterfütterung des gegenwärtigen Wissensdurstes gibt es weitere interessante Artikel zu den heute bereits angesprochenen Themen:

Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad.
Bushs zurückgehaltene Wahrheiten in Bezug auf den Irak-Krieg:
Teil 1 und Teil 2.
Amerikanische Verluste im Irak.

Und da wir beim Thema Meinungsgestaltung und Meinungsbildung angelangt sind:

Googlen wir uns in eine manipulierte Welt?
Strategische Kommunikation als bloße Propaganda oder als Bewahrung des Friedens?

Bild dir deine Meinung. Mit den richtigen Medien.

Politische Lage in der nahen Ferne

Ich muss euch mehrere Artikel empfehlen, die euch über die aktuelle Lage im Iran (sehr brisant) und den Vereinigten (seit Bush nicht mehr ganz einig) Staaten von Amerika informieren:

Im Iran schaffte es der neu gewählte Präsident Mahmud Ahmadinedschad mit einer einzigen Rede am gestrigen Tag, nicht nur alle Fundamentalisten und Israel-Kritiker in seinem Land hinter sich zu bringen, sondern auch die gesamte Internationale Union in Schrecken zu versetzen:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,381933,00.html
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,382105,00.html

Der amerikanischen Regierung nutzte diese Hetzrede von Ahmadinedschad, um dem Iran erneut zu unterstellen, das kürzlich erst eingeschränkte und letztlich gestoppt Uran-Projekt wieder in Angriff genommen zu haben. Dem Iran wird weiterhin - nun auch von führenden europäischen Staaten - unterstellt, dass sie Atomwaffen produzieren wollen bzw. schon kurz vor der Fertigstellung einer solchen seien.
Präsident Bush forciert seit dem offiziellen Kriegsende im Irak (lasst euch nicht iritiieren: nur weil im Irak noch gekämpft wird, ist das noch lange kein Krieg. Bush hatte bereits nach noch nicht einmal 100 Tagen den Krieg für beendet erklärt. Ich frage mich dann nur, warum die amerikanische Soldaten noch immer in Gefechten mit reaktionären Kräften des "ehemaligen" Regimes sterben.) einen neuen Angriffskrieg gegen den Iran.


Bush versucht mit seinen neuen alten Plänen nicht nur die Sicherheit auf der ganzen Welt zu retten und den Kampf gegen den globalen Terrorismus zu gewinnen, sondern möchte sicherlich auch von den Problemen in den USA ablenken. Doch man glaubt es kaum: langsam aber sicher funktioniert diese Methode nicht mehr. 2000 gestorbene Soldaten im Irak (ein zweites Vietnam-Debakel für die USA?), dazu die Hurrikan-Katastrophe in New Orleans, eine Affäre um die Enttarnung eines CIA-Agentens und die in die Krise geratene Volkswirtschaft machen sich bemerkbar und "besorgen" das amerikanische Volk.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,382058,00.html
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,382114,00.html

Nach den verschiedensten Aussetzern von Präsident Bush und den Gerüchten, dass der Gouverneur von Florida, Jeb Bush, schon als neuer Präsidentschaftskandidat der Konservativen auf die Nachfolge George W.'s (der amerikanische Präsident darf nur zwei Legislaturperioden regieren), scheint die Phalanx um die Familie Bush langsam zu bröckeln.

Man kann nur hoffen, dass sich bei der nächsten Wahl in den Vereinigten Staaten noch mehr Wähler gegen eine erneute Bush-Regierung aussprechen und es nicht ausreicht, alle Afro-Amerikaner zu benachteiligen, um die Wahl zu gewinnen.

Spread the word.

"I sing this song, will you please listen. It's the only way I can speak to you."

"Nichts als Schall, nichts als Rauch. Kopf oder Zahl, Arsch oder Bauch?"
Text aus dem Lied "alles nur geklaut" von Muff Potter
( aus ihrem aktuellen Album "Von wegen")


Nach zwei Caipis und "Wallace und Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen" eröffne ich euch die Möglichkeit, an meinen Gedanken teilzuhaben und mit mir in die Zukunft zu blicken, mit mir zu philosophieren, mit mir zu leiden oder schlichtweg nur mit mir zu lesen.

Die Entscheidung, was ich nächstes Sommersemester machen werde, ist noch nicht gefallen. Nach 37 statt 40 Punkten in Statistik und 20 statt whatever Punkten in Mikro I und II wird meine Zeit immer knapper.
7. Semester in Soziologie und drei Drittversuche (Statistik und - nach dem Split von Mikro eben auch - Mikro I und Mikro II) macht man sich dann doch einmal Gedanken über seine weitere (universitäre) Zukunft.

Nach meiner Sondierungsphase und meinem Aktionismus in dieser Woche standen meine Alternativen auf wunderbaren, nicht mehr ganz weißen DIN A4 Blättern:

Politikwissenschaften in Berlin
Communication und Cultural Management in Friedrichshafen
Journalistik in Dortmund
eine von insgesamt sechs Journalistenschulen in Deutschland

Nach dem kurzen "Yeah" folgte dann heute schon wieder ein eher langgezogenes "Shit":
Dortmund möchte gerne einen NC von 1,4 (Danke Gerald, es stimmte wirklich) und
Berlin will einen NC - ich sehe nochmal nach - von 1,7 (Danke Mareike für die Hiobsbotschaft).

Mittlerweile läuft "Listen" von Moonbootica ("I sing this song, will you please listen. It's the only way I can speak to you.") schon zum siebten Mal. Dadurch werden meine Alternativen zwar nicht vielfältiger, aber immerhin kann man bei guter Musik grübeln und sich morgen - an einem wunderbaren Freitag - erneut Gedanken über seine studentischen Alternativen machen. Doch ein NC-freies Studium in Hamburg? Flüchte ich nach Österreich oder in die Schweiz, um dem deutschen Hochschulwesen zu entkommen? Bleibe ich doch in Bamberg?

Wenigstens Letzteres kann ich verneinen. Nach drei Jahren Bamberg stehen die Zeichen auf Abschied. Die Tournee wird lang und ist gesäumt von vielen Feiern, sehr lieben Menschen an meiner Seite, unzähligen schlaflosen Nächten, Sehnsüchten nach Mareike (Arequipa ist zwar schön, aber eben auch schön weit weg) und dem Gefühl, sich über seinen faulen Arsch hinwegzusetzen und seinem Bauch die Kontrolle zu überlassen.

Eine goldene Zukunft wartet. Wo auch immer.