"Nichts als Schall, nichts als Rauch. Kopf oder Zahl, Arsch oder Bauch?"
Text aus dem Lied "alles nur geklaut" von Muff Potter
( aus ihrem aktuellen Album "Von wegen")Nach zwei Caipis und
"Wallace und Gromit auf der Jagd nach dem Riesenkaninchen" eröffne ich euch die Möglichkeit, an meinen Gedanken teilzuhaben und mit mir in die Zukunft zu blicken, mit mir zu philosophieren, mit mir zu leiden oder schlichtweg nur mit mir zu lesen.
Die Entscheidung, was ich nächstes Sommersemester machen werde, ist noch nicht gefallen. Nach 37 statt 40 Punkten in Statistik und 20 statt whatever Punkten in Mikro I und II wird meine Zeit immer knapper.
7. Semester in Soziologie und drei Drittversuche (Statistik und - nach dem Split von Mikro eben auch - Mikro I und Mikro II) macht man sich dann doch einmal Gedanken über seine weitere (universitäre) Zukunft.
Nach meiner Sondierungsphase und meinem Aktionismus in dieser Woche standen meine Alternativen auf wunderbaren, nicht mehr ganz weißen DIN A4 Blättern:
Politikwissenschaften in BerlinCommunication und Cultural Management in FriedrichshafenJournalistik in Dortmundeine von insgesamt sechs Journalistenschulen in Deutschland
Nach dem kurzen "Yeah" folgte dann heute schon wieder ein eher langgezogenes "Shit":
Dortmund möchte gerne einen NC von 1,4
(Danke Gerald, es stimmte wirklich) und
Berlin will einen NC - ich sehe nochmal nach - von 1,7
(Danke Mareike für die Hiobsbotschaft).
Mittlerweile läuft "Listen" von
Moonbootica ("I sing this song, will you please listen. It's the only way I can speak to you.") schon zum siebten Mal. Dadurch werden meine Alternativen zwar nicht vielfältiger, aber immerhin kann man bei guter Musik grübeln und sich morgen - an einem wunderbaren Freitag - erneut Gedanken über seine studentischen Alternativen machen. Doch ein NC-freies Studium in Hamburg? Flüchte ich nach Österreich oder in die Schweiz, um dem deutschen Hochschulwesen zu entkommen? Bleibe ich doch in Bamberg?
Wenigstens Letzteres kann ich verneinen. Nach drei Jahren Bamberg stehen die Zeichen auf Abschied. Die Tournee wird lang und ist gesäumt von vielen Feiern, sehr lieben Menschen an meiner Seite, unzähligen schlaflosen Nächten, Sehnsüchten nach Mareike (
Arequipa ist zwar schön, aber eben auch schön
weit weg) und dem Gefühl, sich über seinen faulen Arsch hinwegzusetzen und seinem Bauch die Kontrolle zu überlassen.
Eine goldene Zukunft wartet. Wo auch immer.