Sonntag, November 13, 2005

Online-Lesestoff für den Sonntag

Die aktuelle Ausgabe der Zeit Wissen liefert wieder einige lesereiche Stunden. Perfekt für einen langen Sonntag bei kaltem Wetter und Nebelbänken am Morgen. Entweder kauft ihr euch die aktuelle Ausgabe beim Zeitschriftenverkäufer eures Vertrauens oder lest in die Ausgabe 05/2005 online hinein. Und glücklicherweise sind gerade die drei Artikel, die ich euch wärmstens ans Herz legen würde, auch online verfügbar.

Artikel Nummer 1 befasst sich mit dem weiblichen Orgasmus und der aktuellen Forschung in diesem Bereich. Renommierte Sexualwissenschaftler haben nämlich herausgefunden, dass Frauen eine sexuelle Störung haben und man diese mit Medikamenten "bekämpfen" könnte. Viagra für die Frau? Ja, genau. Nachdem die Männer gezeigt haben, dass der Markt für sexuell unterstützende Mittel noch ausbaufähig war und ist, sind nun unzufriedene Frauen an der Reihe.
Ein sehr interessanter und aufschlussreicher Artikel, der mit manchen Vorurteilen aufräumt (muss man immer einen Orgasmus haben?) und manche wiederum bestätigt (es gibt ihn wirklich, den G-Punkt der Frau).

Artikel Nummer 2 beschäftigt sich mit dem "Betrogenen Ich"; mit Erinnerungen, die wir niemals hatten, aber wunderbar klingen. Unser Gehirn gaukelt uns diese zumeist schönen Erlebnisse vor, weil wir sie gerne gehabt hätten. Wir frisieren unbewusst unser Leben und es geht uns gut dabei. Es geht nicht um Profilierung oder tolle Geschichten, die man umbedingt erlebt haben muss. Vielmehr geht es um die Bewältigung der unmittelbaren Gegenwart.
Lest selbst und ihr werdet sehen, dass auch ihr Erinnerungen habt, die anders waren oder gar nicht existent sind. Fragt mal eure Eltern.

Artikel Nummer 3 ist eine der vier Titelgeschichten und befasst sich mit den zunehmenden Naturkatastrophen im 21. Jahrhundert. Durch den Hurrikan in New Orleans und dem Erdbeben in Kashmir ist die Thematik aktueller als jemals zuvor und wird uns in unserer Zukunft weiter begleiten. Der Artikel befasst sich mit Tsunamis, Erdbeben, Vulkanausbrüchen und Feuerkatastrophen, die unsere Metropolen bedrohen.
Nach diesem Artikel sucht man sich einen möglichen Ort zum Leben noch einmal unter ganz anderen Bedingungen aus. Man will schließlich nicht eines Morgens überrascht werden.

Wissen ist Macht. Und erleichtert und erschwert das Leben in gleichem Maße.