"Let's leave a mark" - aktuelle Tipps der Musikredaktion
"Ich hasse es so sehr, wenn ich aus dem Fenster schau und alles ist grau!"
Aus dem Song "Grau" von Die Ärzte aus deren Album "13"
Heute bekommt mich keiner mehr aus dem Haus. Der Winter hat begonnen: eisige Kälte, Schneefall und ein grauer Dunst über der Stadt. Genau der richtige Zeitpunkt, um entweder 1. Fernseh zu sehen oder 2. Musik zu hören oder 3. ein gutes Buch zu lesen. Der Titel nimmt es vorweg: Musik hören ist angesagt.
Empfehlen möchte ich euch Bands, die in Deutschland noch nicht allzu bekannt sind. Trotzdem werden sie sich in eure Gehörgänge brennen und das Summen der Melodien wird nicht mehr abzustellen sein. Kurz um: ihre werdet abhängig.
Nephew aus Dänemark. Mit ihrem Single-Smasher "A wannabe Darth Vader" (sowohl auf Dänisch als auch auf Deutsch ein Hammerteil) rotieren sie seit einem Monat in den einschlägigen Musiksendungen (Rockzone & Spin) und lieferten einen genialen Liveauftritt bei Sarah Kuttner (die ich sonst keinem empfehlen würde, da ihre Sendung stinklangweilig ist). Wunderbar melodiös, nach vorne rockend und mit einem unglaublichen Arsch-Wackel-Potential gesegnet.
Black Light Burns aus USA. Die Besetzungsliste liest sich wie ein "Who-is-Who" des Modern Rock: Wes Borland (limp bizkit) übernimmt Vocals, Guitars, Bass, Keyboards & Programming, Danny Lohner (ex-NIN) ist für Producing, Guitar, Bass, Keys & Programming zuständig, Josh Eustis (Telefon Tel Aviv) kümmert sich um Engineering, Programming, Keys & Sound Design, Josh Freese (A perfect Circle) liefert die Drums & Live Percussions. Hört euch mal die Soundfiles an und macht euch ein Bild von dieser Band, die 2006 richtig durchstarten wird. Remember my words.
José Gonzaléz aus Schweden. Ich bin mir sicher, dass dieser junge Mann im nächsten Jahr mit seiner Single "Heartbeats" (zu hören im aktuellen Sony Bravia Werbespot [der ohne Michael Ballack; mit den vielen bunten Pixeln]) richtig viel Erfolg haben wird. Mit viel Gefühl und Wehmut wie seinerzeit Nick Drake betört José mit seiner Gitarre. Für kalte Wintertage und leichte Schneedepressionen eignet sich dieses Stück Musikkunst formidabel.
JR Ewing aus Dänemark. Mit "Fucking & Champagne" begeistert der Fünferpack erneut. Ihr zweites Album "Maelstrom" wird von der Visions als Platte des Monats gefeiert - zu Recht. Die nächste Europatour sollte ausverkauft werden. Ich werde anwesend sein, so fern die Burschen auch nach Wien kommen werden und sich bis März Zeit lassen. Abfeiern.
Empfehlen will ich euch um kurz vor 23 Uhr noch drei "Altbekannte" Bands, die momentan immens präsent sind. Entweder durch "Heavy Rotation" auf MTVIVA oder durch stetiges Touren durch die Lande.
Madsen aus dem Wendland. "Ich bin in Paaaannnnikkkkkk!!!" Eine Live-Bombe der besonderen Art haben Madsen als offizielle Single aus ihrem aktuellen Album "Madsen" ausgekoppelt und damit den Fans ein Geschenk gemacht: das Brett auf jedem Konzert nun auch für das private Headbanging und Stagediving von der Kühlschrankkante. Solltet ihr euch für einen Kauf entscheiden: die Limited Tour Edition ist sehr empfehlenswert!
Muff Potter aus Münster (ursprünglich Rheine). Wünschen uns mit einer E-Card und einem Mp3-Geschenk frohe Weihnachten. Letzten Monat habe ich mit Balu die Mannen live gesehen, die mittlerweile 444 Konzerte gespielt haben. Derber Respekt von dieser Seite und ein großes "Danke" für dieses Geschenk mit einem wahrlichen guten Track aus dem aktuellen Album "Von wegen". Glaubt den Ärzten und supportet diese Band.
System of a Down aus Armenien/Amerika. "Mezmerize" und "Hypnotize" sind zwei geniale Alben. Musik auf hohem Niveau. Welche Platte besser ist, sollte man selbst herrausfinden. Vor allem: bitte kauft diese beiden Platten, da das Artwork von Daron Malakians Vater Vartan einfach unglaublich ist und das Booklet einer wunderbaren Aufmachung verspricht. Diese Songs gehören thematisch zusammen und ergänzen sich auf besondere Art und Weise. Dank der Grammy Nomminierung wird 2006 für System of a Down noch erfolgreicher als alle Jahre zuvor und bietet den vier Armeniern noch eine größere Plattform, um ihre Musik und ihre Ansichten über die aktuelle weltpolitische Lage einem formidablen Publikum näher zu bringen. Kaufen!
Vergesst mir Maximo Park nicht. 'I Want You to Stay' ab dem 20. Februar im Plattenladen eures Vertrauens.


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