Großstadtleben
Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen.
Wie ferngesteuert laufen die Menschen durch die Straßen Wiens.
Mit einem Stöpsel im Ohr und einem Draht in die Tasche,
verbunden mit dem musikalischen Ausguß einer ganzen Generation.
Pompöser geht es nur noch mit mit dicken, fetten Kopfhörern,
die man eher in einem gemütlichen Wohnzimmer erwartet hätte.
Schottet euch ab, verkennt die Realität um euch,
flüchtet schnell in euer Heim.
Bloß kein Kontakt. Nicht sprechen. Nicht angesprochen werden.
Allein sein? Allein sein!
Kein Zeitungsjunge spricht einen an, kein Abonnementverkäufer,
kein "Wolle-Rosen-kaufen?"-Typ.
Kein anderer Mensch, der euch sympatisch finden könnte.
Der eure Hilfe braucht, ihr würdet es eh nicht hören.
Lauft durch eure U-Bahn-Schächte, die euch des Sonnenlichts berauben.
Abgeschottet von der Oberfläche, dem Warmen, dem Menschlichen.
Lebt Tag ein, Tag aus in dem selben Rhythmus.
Früh einsteigen, zur Arbeit, abends wieder einsteigen, gleich in die Wohnung.
Essen kochen für den Mann,
oder bekochten werden von der Frau.
Oder alleine da sitzen und sich die Stöpsel aus den Ohren nehmen
und merken, dass man doch so einsam sein kann.
Wien, du schöne Stadt.
Mit deinen Bewohner, so skurril und eigenartig.
Und doch so menschlich verschieden,
so für sich und doch so wie viele.
21.3.2006
Wie ferngesteuert laufen die Menschen durch die Straßen Wiens.
Mit einem Stöpsel im Ohr und einem Draht in die Tasche,
verbunden mit dem musikalischen Ausguß einer ganzen Generation.
Pompöser geht es nur noch mit mit dicken, fetten Kopfhörern,
die man eher in einem gemütlichen Wohnzimmer erwartet hätte.
Schottet euch ab, verkennt die Realität um euch,
flüchtet schnell in euer Heim.
Bloß kein Kontakt. Nicht sprechen. Nicht angesprochen werden.
Allein sein? Allein sein!
Kein Zeitungsjunge spricht einen an, kein Abonnementverkäufer,
kein "Wolle-Rosen-kaufen?"-Typ.
Kein anderer Mensch, der euch sympatisch finden könnte.
Der eure Hilfe braucht, ihr würdet es eh nicht hören.
Lauft durch eure U-Bahn-Schächte, die euch des Sonnenlichts berauben.
Abgeschottet von der Oberfläche, dem Warmen, dem Menschlichen.
Lebt Tag ein, Tag aus in dem selben Rhythmus.
Früh einsteigen, zur Arbeit, abends wieder einsteigen, gleich in die Wohnung.
Essen kochen für den Mann,
oder bekochten werden von der Frau.
Oder alleine da sitzen und sich die Stöpsel aus den Ohren nehmen
und merken, dass man doch so einsam sein kann.
Wien, du schöne Stadt.
Mit deinen Bewohner, so skurril und eigenartig.
Und doch so menschlich verschieden,
so für sich und doch so wie viele.
21.3.2006


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