Bisherige Kulturveranstaltungen (Theater und Kino)
Wien bietet seinen Besuchern und Einwohnern ein unglaublich breites Spektrum an kulturellen Veranstaltungen. Hier ein Auszug aus meinen "kulturellen Aktivitäten" in meinen ersten vier Wochen in Wien:
"Das wird schon wieder. Nie mehr lieben" von Sibylle Berg:
Mareike schenkte mir mein erstes Theaterstück zum Geburtstag. Gespielt wurde im TAG, einem kleinen feinen Theater im 9. Bezirk.

"Sibylle Bergs gefeiertes Erfolgsstück spielt an Silvester, dem Albtraum aller Singles. In der kritischen Nacht zum 1. Januar treten zwei Frauen zu einem Workshop an."
In der ersten Reihe sitzend erlebten wir 90 Minuten Theater pur mit Dialogen, die nur einer Sibylle Berg entspringen können. Genialster Humor über ein Thema, welches so nah an jedem Einzelnen ist.
Wunderbar.
"Die Ziege oder Wer ist Sylvia?" von Edward Albees:
Am Sonntag meines Geburtstagswochenendes kauften wir uns für 1,50 € Stehplatzkarten für das Stück "Die Ziege oder Wer ist Sylvia". Ein ungewöhnliches Stück mit einer sensationellen Besetzung: Grimme-Preisträger Peter Simonischeck, Corinna Kirchhoff und Johann Adam Oest. Allesamt bekannt aus Produktionen der ARD und des ZDF.

""Die Ziege oder Wer ist Sylvia?" bewegt sich an den Grenzen unserer moralischen Vorstellungen und lotet so auch die Belastbarkeit der Toleranz aus, auf die eine aufgeklärte Gesellschaft sich so viel zugute hält."

Vor allem der erste Teil der Aufführung war zum Wegschmeißen: viele witzige Szenen reihten sich aneinander und man kam aus dem Lachen und Grinsen nicht mehr heraus. In den Teilen zwei und drei gab es ein paar Längen, doch das Spiel auf der Bühne war glänzend inszeniert. Sowohl Balu und Katha als auch Mareike und mir gefiel das Stück sehr gut, auch wenn wir uns die Beine in den Bauch gestanden haben.
Ungewöhnlich.
"Heimat, sweet Heimat" von Charles Lewinsky:
Das erste Theaterstück mit den Erstsemestern der TheWi im Stadttheater Walfischgasse. Eine musikalische Revue mit vielen Wiener Andeutungen und Musikstücken, die die NS-Zeit in Wien thematisieren.
"Es erwartet Sie ein pointiertes und humorvolles Stück über Emigration und den Start in ein neues Leben, untermalt durch die Kompositionen namhafter österreichischer Exilkünstler. Entertainment mit Tiefgang!"In Reihe drei mit 12 anderen Erstis hatten manche mehr, manche weniger Spaß an diesem Musiktheater. Wir befanden uns in den ersten Reihen in kurioser Gesellschaft: neben alten Damen, die - des Alter wegens - die NS-Zeit noch erlebt hatten und Herren in Abendgarderoben stachen wir in unserer eher unkoventionellen Kleidung. Und am Rande: gute Aufführung, wenn auch gewöhnsbedürftig, wenn die Hauptdarstellerin keinen Ton trifft.
Begrenzt hörtauglich.
Zu guter Letzt: ihr müsst umbedingt den südafrikanischen Film "Tsotsi" sehen. In diesem Jahr gewann der Film einen Oscar als bester fremdsprachiger Film und wir hatten am 22.3. die Gelegenheit, die Österreichpremiere (gleichzeitig auch Europapremiere) im Filmmuseum erleben zu dürfen. Ein ergreifender und tiefgründiger Film mit hervorragender Filmmusik.
Sehenswert.


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