Sonntag, April 30, 2006

Song des Monats April: Curse & Dendemann mit "King Promo"

Der Text ist wieder ein kleines Meisterwerk von Curse und Dendemann. Den Song findet ihr auf der aktuellen Single von Curse namens "Struggle". Beim Plattendealer eures Vertrauens!

(Cover der aktuellen Single von Curse mit dem Bonustrack "King Promo")

Legende

Braun: Curse
Schwarz: Dende
Blau: Beide

Strophe 1 (Curse):

[let's get it crunk]
Deine Freunde kenn' dich als Frank oder Dieter!
Deine Freundin heißt Margerita, dein Papa zahlt dir den Golf mit der Visa,
Dein goldschimmerndes Peace am Hals vom Mzee-Versand ist aus Blech
und dein Abitur mit Schnitt 1,6 steht's eigentlich nicht schlecht!
Der DJ von eurer Dizze ist voll der Kumpel von dir
darum trinkst du manchmal umsonst und kennst 2-3 Jungs an der Tür!
an der kleinen Welt in dei'm Dorf und im Kopf is' alles perfekt
alles is' fett, warum sagst du's nicht wenn du rappst?
Sobald du Zettel und Stift in die Hände nimmst
bist du nicht mehr Dennis Fritz, du bist Latin-Kings Gangsta Pimp!
Deine Eltern finden alles was der Junge macht supi
und Sie sponsor'n den Computi mit Fruity Loopi für Bubi!
Der Azubi von nebenan ist dein Labelmann
und der verschickt die Demos dann, denn irgendwann muss ein Mann in die Szene komm'!
Jedenfalls, selbst ist der Mann, die Kamera vom Mum kann man leih'n
und der Regisseur von sei'm Player-Video selber sein!
Und Nina-Sina und Tina aus der 9A
machen Booty-Shake 1a für ihr'n Schulkamerad!
Irgendwann wirst du vielleicht berühmt und ziehst die zwei dann mit
denn Ihr Berufswunsch war schon immer kleine Schlampe sein im Videoclip!
Eigentlich darf's niemanden geben der Jungs wie dich ernst nimmt,
doch die deutsche Hip-Hop Szene ist voll von Ottos und Erwins...
Und solang die Labels weiter mit Scheiße Kohle verdien'
wird auch Hans-Dieter weiter "Gangsta, Gangsta" schrei'n beim MCeen

Refrain (Curse/Dendemann):

Du bist King Promo, a.k.a. Hans-Otto
Click, Click, bitte guck mal hart für's Foto
Ey King Promo, Ich find's doch dick
Blamier' dich bitte noch'n bisschen mehr für mich
King-Promo, a.k.a. Hans-Erwin
Zoom, zoom, bitte guck mal hart für's Fernseh'n
Ey King Promo, Ich find's doch cool
Blamier' dich bitte noch'n bisschen mehr für uns

Strophe 2 (Dendemann):

Ich sag "Ach ja", Eltern könn' echt ätzend sein
halten Doppelnamen heute noch für den letzten Schrei!
Noch dazu machen Sie sich ständig Sorgen
um den kleinen Kurt-Felix und um ihr'n Hendrik-Torben
Keine Angst, Sie werden dir den Arsch nicht versohl'n
doch nicht wegen den paar harmlosen Nazi-Parol'n!
Du willst groß raus? Mensch, dann frag Dieter Bohl'n
doch ansonsten kannst du dir auch die Ratschläge hol'n!
Das ganze hat hier auch 'n trifftigen Grund
und Ich hoffe mal du hast dich längst verpflichtet beim Bund!
Denn für 'Soldiers' wie dich ist das mal richtig gesund,
doch vergiss um Gottes Willen dein' Spliff nicht im Mund!
Geh' mal wieder ins Juz und sammel Pluspunkte
erzähl deine Blinddarmnarbe sei ne Schusswunde!
Vielleicht findet so irgend'ne kleine Biatsch
ihr großes Glück auf dem Rücksitz deines Fiats...
Selbst Sven und Frank die aus deinem Viertel komm'
sind so King of Crunk als gäb's kein Lil' Jon
Doch mal ganz unter uns, die Kehrseite der Medaille
ist wie dein Pimpcup, digga, leider aus (Emaille?)
beschwipst und so platt kommst du tipsy in' Club
und vergisst sogar glatt: Bist du Crib oder Blood?
Wer war nochmal der Dicke jetzt? Big oder Pac?
Was hätte dazu nur dein Kumpel Jigga gesagt?
Wenn du die Stimme senkst, mach bitte nicht schlapp!
und wenn du schon so biten musst, dann spitte im Takt!
Oder hör' dir Raps an von Mike oder Daniel...
Dann machst du aber lange Ohr'n wie'n Scheiß Cockerspaniel
Wir meinen's ernst, mach weiter so man,
denn du und deine Crew sind zum scheitern verdammt!
Du checkst seine Beats und hörst meine Raps
und es lässt dich nicht los, so wie Curse seine Ex!

Refrain (1x)

Strophe 3/Bridge/Outro (Dendemann):

Ich sag: "Was willte denn? Wo kommst du her?
Wer hat noch nicht? Wer will nochmal? Sonst noch wer?"
Sag: "Jan und Hein und Klaas und Pitt!"
Curse und Dende ha'm für jeden Arsch 'n Tritt!
Nochmal, "Was willte denn? Wo kommst du her?
Wer hat noch nicht? Wer will nochmal? Sonst noch wer?"
Ich sag: "Jan und Hein und Klaas und Pitt!"
Curse und Dende ha'm für jeden Arsch 'n Tritt!

Quelle: das Forum auf www.curse.de

Grüße an alle Hendrik-Torbens.

Samstag, April 29, 2006

Alfred Dorfer im Audimax in Wien

Ich tauche immer tiefer in die österreichische Kultur ein und besuchte heute Abend einen der Vorzeigekabarettisten der kleinen Alpenrepublik: Alfred Dorfer. Leider teilt keiner mein Interesse für solche Veranstaltungen, so dass ich mich alleine (schnief) ins Audimax der Uni aufmachte.


Die Veranstaltungen war ausverkauft, so dass bis kurz vor 20 Uhr schon alle Sitze belegt waren. Kurz nach dem Programmbeginn stürmten dann noch ein paar Schüler in den Saal, und Herr Dorfer forderte sie freundlich auf, doch zu ihm in die erste Reihe zu kommen.

Dorfer, unter anderem bekannt aus dem Film "Indien" mit Josef Hader, mixte verschiedene Elemente der Komik und des Kabarett. Sowohl Tagesaktuelles vom BAWAG-Skandal bis zur Bildungsmisere, weiter mit einem Streifschuss nach Deutschland ("Wir Österreicher sind ja bekannt, dass wir Schwellenländer in unserer Umgebung gerne unterstützen! Des wegen nehmen wir auch jährlich 50.000 Deutsche bei uns auf, damit sie die Jobs machen dürfen, die Türken nicht mehr machen wollen!") bis hin zu Geschichten aus seiner Kindheit - die er mit seinen vier Persönlichkeiten auf dem heimischen Klo verbrachte - vermischte Dorfer auf der Bühne.


Begleitet wurde er durch eine Drei-Mann-Band, aus der vor allem der junge, hagere Kerl mit den roten Haaren herausstach, der in Österreich schon aus mehreren Dorfer-Programmen bekannt war, mir aber namentlich nicht bekannt ist. Er war einer der Highlights des Abends.

Das Programm war abwechslungsreich, kam mir doch kurz vor, wobei mich am meisten die 25-minütige Pause nach 50 Minuten Auftritt störte. Entweder es lag an meiner nicht vorhandenen Begleitung und die daraus resultierende Schweig- und Stillephase oder es lag schlichtweg daran, dass nach 50 Minuten Programm 25 Minuten Pause zu lang waren.

Kurz um: es gefiel mit phasenweise, überzeugte mich aber nicht über die gesamte Dauer. Gut ist Alfred Dorfer allemal, besser als viele sowieso.

Am Montag kann ich dann den direkten Vergleich ziehen: Josef Hader spielt nach 10 Jahren ein neues Programm und kommt hierzu erneut ins Audimax. Ob er eine Zugabe spielen wird oder nicht, dass wusste selbst Alfred Dorfer nicht.

"Die alten Griechen waren überzeugt, dass Wissen im Sperma übertragen wurde. Da könnt ihr euch ja vorstellen, was am Ende des Semesters für Prüfungen anstanden!" Alfred Dorfer


Freitag, April 28, 2006

April, April!

Der Himmel ist Wolken verhangen und grau. Regen prasselt auf die Strasse und die Köpfe der Menschen hinab. Wien hüllt sich in ein schmuckloses, nebelartiges, schmutziges Etwas. Da bleibt einem nur die "Flucht" in die Bibliothek der Fakultät: Texte kopieren, Bekannte treffen, das schlechte Wetter nicht sehen.

Doch selbst an einem grauen Tag wie heute kann man mitunter schöne Ecken Wiens erkennen und entdecken. Nahe dem Schwedenplatz schlängeln sich kleine Gassen hinauf zum Stephansplatz und verraten etwas mehr von Wiens besonderem, teilweise morbidem Charme.

(Erinnerungen an kleine Gassen in Bamberg: Schwedenplatz im 1. Bezirk)

Lokale kulinarische Genüsse ziehen aus den Gaststuben auf die Strasse und umhüllen die Sinne der vorbeilaufenden Touristen. Ein kurzer Blick auf die Preistafel, ein kurzes Gespräch mit dem Partner und schon entschwinden wieder zwei Besucher in eines der zahlreichen Lokale rund um den 1. Bezirk.

(Bei schönem Wetter sind Wiens Gassen mit manchen Passagen in Barcelona vergleichbar)

Der Regen tröpfelt nur noch langsam auf das Kopfsteinpflaster hinab. Der Magen knurrt ob der leckeren Gerüche und Bilder von schmackhaften Speisen erscheinen vor dem geistigen Auge.

Das Handy klingelt und reisst manche aus ihrer Schwärmerei heraus. Die nächste U-Bahn fährt bereits, die Zeit des Tages läuft langsam ab. Nette Promoter von Colgate und Greenpeace sprechen jeden an, der nur annäherend normal aussieht. Eine alltägliche Situation, die die Wiener nur mit einem Satz begegnen: "Hab ich schon!" oder "Ich bin schon Mitglied!"

Die Sonne bricht sanft durch die Wolken hindurch und tastet sich langsam vor. Ein Lächeln huscht über die Gesichter dieser Stadt. "Dieser wechselhafte April!", und die Rolltreppe fährt hinab, unter die Erde...

Mittwoch, April 26, 2006

Dial 'M' for Mareike

Mareike hat in den letzten Tagen ihrem Spitznamen wieder alle Ehre gemacht. Nach einer Wohnungsbesichtigung sagte sie den Mitbewohnern der WG zu und besucht sie am letzten Sonntag. Dort sagte sie noch einmal zu, die Wohnung ab dem 1.5. zu beziehen.
Doch abends überkam Mareike das Gefühl, einfach nicht in dieser Wohnung wohnen zu wollen. Also setzte sie sich, von Gewissensbissen geplagt, an den PC und sagte das WG-Zimmer schriftlich ab. Peinlich berührt suchte sie in dieser Woche nach einer neuen WG.

(Mareikes potentielle Mitbewohner: eine Absage war nur logisch und vernünftig!)

Und gestern unterschrieb sie den Mietvertrag in einer schönen Dreier WG im Zentrum Wiens. Sowohl die beiden netten Mitbewohner als auch die perfekte Lage der WG (Neustiftgasse/Ecke Neubaugasse) sprachen für dieses Zimmer. Zudem war das Zimmer auch groß genug, um alle Möbel und Sachen von Mareike dort unterzubringen - im Gegensatz zu ihrer "zugesagt-abgesagt"-Wohnung.

(Günstiges Zimmer in einer Maurer-WG: 330 € warm, dafür unmöbiliert!)

Mareike traf letztlich nicht der befürchtete Bannstrahl ihres eigenen Chaos' ("Ich finde bestimmt keine schöne Wohnung mehr! Verdient hätte ich es, denn das war schon eine arschige Aktion!") und sie bezieht ab dem 1.5. ihre neue WG. Umzug wird wohl das dritte Maiwochenende sein, in dem ein Transporter gen Bamberg rollt und Mareikes Hab und Gut einsammelt.

(Gute Kontakte aus Südamerika: viele Freiwillige haben sich gefunden, um Mareike bei ihrem Umzug nach Wien zu helfen.)

Fotos von Mareikes Wohnung wird es asap geben. Jetzt sollten wir uns ersteinmal über Mareikes Glück freuen, eine nette und schöne WG gefunden zu haben. Prost drauf!

Ende gut, alles gut.

Dienstag, April 25, 2006

Wien ist anders (6)

Teil 6: die Polizei

Wien ist vor allem in seinem Zentrum rund um die Oper eng und verschachtelt. Abseits des Ringes mit seinen vier Fahrbahnen, gelten die bekannten Einbahnstraßenregeln, die manchen Autofahrer in den Wahnsinn treiben. Sollte die Polizei dann zu einem Einsatz gerufen werden, dann muss oftmals der Gehweg als Ausweichplatz herhalten.

Um diesem Problem aus dem Weg zu fahren, entschloss sich die Wiener Polizei, eine neue Art von Einsatzfahrzeugen anzuschaffen. Klein, wendig, immer in einer Parklücke zu platzieren: der SMART in einem neuen Gewand.


Ob manche bei diesem Anblick vor Lachen zusammenbrechen und deswegen schneller gefasst werden? Nur eine Vermutung, doch schnell sind die Kollegen mit dem Blaulicht auf dem Dach auf jeden Fall unterwegs. Schwere Jungs können zwar hiermit nicht wegtransportiert werden und ein Spürhund hätte im knapp bemessenen Kofferraum auch keinen Platz, doch neuartige Raumkonzepte werden den SMART in Zukunft noch variabler machen.

Stellt sich nur die Frage: wie viel PS darf so ein SMART eigentlich haben, bevor er abhebt?!

Siehst du ein Blaulicht im Rücken, musst du schnell den Blinker zücken!

Montag, April 24, 2006

Wien ist anders (5)

Teil 5: im Eishockey

Am Wochenende lieferten sich die Eishockeymannschaften der österreichischen Liga wieder hitzige Duelle. Ein körperbetontes Spiel, welches sich auch neben dem Eis vollzieht.
Engagiert waren auch die Trainer, wie dieser kleine Ausschnitt von PREMIERE zeigt. Craig Host, Trainer von Villach, bekommt sich nicht mehr ein: "This is fucking nicht normal"!

Video

Festhalten und durchatmen: so klingt amerikanisches Österreichisches.

Freitag, April 21, 2006

Hinweis in eigener Sache - www.svneuhof-tennis.de

Auch wenn ich in dieser Sommersaison nicht das Racket für den SV Neuhof/Zenn schwingen kann, bin ich immer noch für die aktuelle Berichterstattung zuständig. Unsere Homepage habe ich inhaltlich überarbeitet und wir bieten zum ersten Mal eine Fotogalerie an, die im Laufe der Saison gefüllt wird. Unter "Mannschaften"-"Herren" findet ihr auch einen kurzen Bericht über mich und meine Teamkollegen.

(Eine krachende Vorhand aus dem Halbfeld - ein sicherer Punkt für mich)

(Dieser Return sicherte mir den ungefährdeten Sieg im Derby gegen Markt Erlbach)

Würde mich sehr freuen, wenn ihr mal einen kurzen Klick auf die Seite macht und eventuell euch im Gästebuch verewigt.


Ein neuer Versuch in der K1 - die Daumen werden blutig gedrückt!

Dienstag, April 18, 2006

Ostern in Neuhof

Über die Feiertage war ich zuhause in Neuhof bei meiner Mutter. Der erste Besuch, seit ich in Wien lebe und studiere. Glücklicherweise hatten wir super Wetter, so dass ich den Vorteil eines eigenen Gartens voll ausnutzen konnte.

(Unser kleines idyllisches Haus in Neuhof)

Neben etwas Gartenarbeit (Samstag und Sonntag) und viel Zeit für die Peru-Erlebnisse und -Fotos meiner Mutter (Freitag und Samstag) konnte ich mich am Abend des Ostersamstages noch mit Rob und Marian treffen. Das Neustädter "Solé" war unser Zufluchtsort an diesem Abend. Unser Tisch mit drei Männern machte kräftig Umsatz, was vor allem an Roberts großzügiger Einladung lag: trinkt und esst, was ihr wollt! Gesagt, getan. Der Fahrservice von Rob in der Neuhöfer Nacht war noch der kröhnende Abschluss eines schönen Nach-Geburtstag-Geschenks.

(Unser frisch hergerichteter Sonnenplatz in der Spitze unseres Grundstückes)

Am Dienstag fuhr ich dann mit dem Bayernticket nach München. Dort hatte ich bei go4music ein Vorstellungsgespräch für ein drei-monatiges Praktikum im Sommer. Mehr hierzu in den nächsten Tagen, so bald ich eine Zu- oder Absage bekommen habe :-) Anschließend traf ich mich noch mit Melanie und philosophierte mit ihr über den Mietpreis und die beste Lage in München.

(Der Münchner Marienplatz: Schauplatz vieler Meisterfeiern des FC Bayern München)

Am Mittwochabend traf ich mich dann noch mit Nils, bevor er für sechs Monate nach Wuxi (China) entschwindet und dort für Siemens als Praktikant arbeiten wird. Nach einem gut durchzechten Abend kam ich am nächsten Mittag gut aus den weichen Federn und machte mich auf die Rückfahrt nach Wien - wieder in der bequemen 2. Klasse des ICE 29.


Zuhause ist es doch am Schönsten.

Donnerstag, April 13, 2006

Fragen an den modernen Hausmann

Eine beliebte Frage unter unseren Einsendungen ist, bei wie viel Grad eine Decke von IKEA gewaschen werden darf.


Hier die Antwort von Dr. Alf-Tobias Pflegeleicht:

Eine Vliesdecke von IKEA darf bei 40 Grad im Feinwaschgang gewaschen werden. Achten sie bitte auf die korrekte Befüllung der Waschtrommel und die Farbe des Vlies.
Sie dürfen die Decke nach dem Waschen weder bügeln noch bleichen. Auch den Gang zum Trockner können sie sich sparen: Vlies sollte von alleine trocken werden.

Das gülden Vlies in meiner Hand.

Mittwoch, April 12, 2006

"Ev'rytime for the Underdog"

Heute Abend kommt es im DFB-Pokal zu einer der interessantesten und spannendsten Begegnungen: David gegen Goliath, der FC St. Pauli gegen den FC Bayern München.

St. Pauli trotzte zu Bundesligazeiten den Bayern und jagte ihnen immer wieder Punkte ab, obwohl sie vom spielerischen Potential eigentlich unterlegen waren. Nun kommt es um 20.00 Uhr wieder zu einer Auflage des ewigen Duells.

Die Fans der "braun-weißen" aus Hamburg beweisen auch vor diesem Spiel wieder ihre Kreativität und ihren Humor und entwarfen für ihr Fanzine folgenden Titelseite:


Der Spiegel schreibt folgendes über das Titelfoto: "Uli Hoeneß kommt auf dem Titelbild des Fanzine "Der Übersteiger" weniger gut weg. In Anspielung auf den 2:1-Sieg am 21. Spieltag der Bundesliga-Saison 2001/2002 haben sich die Macher schonmal ausgemalt, wie der Bayern-Manager wohl nach einer weiteren Pleite am Millerntor aussehen würde."

Zu dem erhalten die Paulianer noch prominente Unterstützung: Thees Uhlmann, seines Zeichens Sänger der Band "Tomte" schreibt auf der letzten Seite des Magazines einen offenen Brief an Hoeneß: "Uli, wenn Ihr verliert, macht Ihr Euch in Hamburg unsterblich."

Drücken wir dem geliebten Underdog die Daumen und freuen uns auf eine spannenden und packende Partie am Millerntor.

Hey ho, let's go!



Nachtrag:

Die Bayern haben das Spiel mit 3:0 für sich entschieden. Damit stehen sie im DFB-Pokalfinale und absolvieren dort die Partie in Berlin gegen die Frankfurter Eintracht. Hier noch Impressionen aus dem gestrigen Spiel.

(Kahn hielt seinen Kasten sauber)

(Manchen Schmähungen entging er dennoch nicht)

(Prominenter Gast, der keinen Hörsturz erlitt: Franz Müntefering, genannt "Münte")


Hey ho, das war's!

Montag, April 10, 2006

Chaos-Mareike in Aktion

Wien ist eine wunderbare Stadt, die Uni ein sehr guter Standort für Studenten aus aller Welt und das Wetter lädt jeden dazu ein, sich diese Metropole anzusehen. Nun ist auch Mareike diesen Verlockungen erlegen und wird nun endlich einen Schwerpunkt studieren, der sie wirklich interessiert.


Die Exmatrikulation in Bamberg ist nur noch Formsache, allerdings muss das zum 1.4. angemietete Wohnheimzimmer wieder abgestossen werden. Hoffentlich findet sich jemand, der noch auf einer Liste wartet und zum 1.5. in eine schöne geräumige 4er-WG in Bambergs Mitte einziehen möchte. Mädchen, tretet nach vorne.

Eine passende WG muss Mareike noch in Wien finden. Die Angebote sind vielfältig und schwanken zwischen schön & teuer und voyeuristisch & teuer! Welch eine Auswahl. Noch sind Ferien, so dass noch genügend Zeit

Herzlichen Willkommen an der Uni Vienna!

Baldiges Update: Mareike auf Wohnungssuche.

Samstag, April 08, 2006

"Aus einer Mücke einen Elefanten gemacht"

So könnte man die seit langem andauernden Debatten über die Nummer Eins im Tor des WM-Ausrichters Deutschland nennen. Ob nun Jens Lehmann oder Oliver Kahn das deutsche Tor hüten darf, ist gänzlich ohne Belang. Es gibt wichtigere Punkte, die in der deutschen Mannschaft diskutiert werden müssten: kreatives Mittelfeld und Angriff sollten endlich miteinander harmonieren.

Im Zuge der gestrigen Entscheidung pro Lehmann (ich unterstütze Jürgen Klinsmann und sein Gespann zu 100%) empfehle ich Fußballfans und solche, die es nicht sind, die Lektüre folgender Berichte, die einiges über den Stellenwert "Fussball" aussagen. Viel Sapß beim Lesen und Schmunzeln:

Spiegel Online
Telepolis
Bild
Netzeitung

Fußball regiert unser Leben - hoffentlich nicht!

Dienstag, April 04, 2006

"Gute Freunde kann niemand trennen."

Nach über 5 Jahren haben Bernd und ich uns wieder einmal getroffen. Zufälligerweise las Bernd eine E-Mail von mir, die ich vor zig Wochen abgeschickt hatte - allerdings an seinen alten Account. Und wie der Zufall es will, fuhr Bernd auch noch zwei Tage darauf nach Wien. So ergab es sich, dass Bernd und Dani (seine Freundin) sich am Montag am Stephansdom einfanden.

Der Abend startete und endete im Loop, einer schönen Lounge unter den U-Bahn-Bögen auf dem Wiener Gürtel. Nach einem White Russian und ein paar Bierchen war das kurze Treffen schon wieder zu Ende.

Unglaublich, dass ich schon so "alt" bin, dass ich in Kategorien wie "Nach über 5 Jahren..." reden und denken kann. Mann, ich geh auf die 30 zu *hahaha*

Auf alle Fälle war ich froh, meinen alten Banknachbar aus Gymnasiumszeit (7.-12. Klasse) wiedergesehen zu haben und seine nette Freundin obendrein noch kennen lernen konnte.

"Wir haben in diesem Jahr unser 5-jähriges Abirevival! Hat schon irgendjemand was organisiert? Wir können uns nämlich nicht nicht treffen!"

Sonntag, April 02, 2006

Bisherige Kulturveranstaltungen (Theater und Kino)

Wien bietet seinen Besuchern und Einwohnern ein unglaublich breites Spektrum an kulturellen Veranstaltungen. Hier ein Auszug aus meinen "kulturellen Aktivitäten" in meinen ersten vier Wochen in Wien:

"Das wird schon wieder. Nie mehr lieben" von Sibylle Berg:
Mareike schenkte mir mein erstes Theaterstück zum Geburtstag. Gespielt wurde im TAG, einem kleinen feinen Theater im 9. Bezirk.


"Sibylle Bergs gefeiertes Erfolgsstück spielt an Silvester, dem Albtraum aller Singles. In der kritischen Nacht zum 1. Januar treten zwei Frauen zu einem Workshop an."
In der ersten Reihe sitzend erlebten wir 90 Minuten Theater pur mit Dialogen, die nur einer Sibylle Berg entspringen können. Genialster Humor über ein Thema, welches so nah an jedem Einzelnen ist.

Wunderbar.

"Die Ziege oder Wer ist Sylvia?" von Edward Albees:
Am Sonntag meines Geburtstagswochenendes kauften wir uns für 1,50 € Stehplatzkarten für das Stück "Die Ziege oder Wer ist Sylvia". Ein ungewöhnliches Stück mit einer sensationellen Besetzung: Grimme-Preisträger Peter Simonischeck, Corinna Kirchhoff und Johann Adam Oest. Allesamt bekannt aus Produktionen der ARD und des ZDF.


""Die Ziege oder Wer ist Sylvia?" bewegt sich an den Grenzen unserer moralischen Vorstellungen und lotet so auch die Belastbarkeit der Toleranz aus, auf die eine aufgeklärte Gesellschaft sich so viel zugute hält."


Vor allem der erste Teil der Aufführung war zum Wegschmeißen: viele witzige Szenen reihten sich aneinander und man kam aus dem Lachen und Grinsen nicht mehr heraus. In den Teilen zwei und drei gab es ein paar Längen, doch das Spiel auf der Bühne war glänzend inszeniert. Sowohl Balu und Katha als auch Mareike und mir gefiel das Stück sehr gut, auch wenn wir uns die Beine in den Bauch gestanden haben.

Ungewöhnlich.

"Heimat, sweet Heimat" von Charles Lewinsky:
Das erste Theaterstück mit den Erstsemestern der TheWi im Stadttheater Walfischgasse. Eine musikalische Revue mit vielen Wiener Andeutungen und Musikstücken, die die NS-Zeit in Wien thematisieren.

"Es erwartet Sie ein pointiertes und humorvolles Stück über Emigration und den Start in ein neues Leben, untermalt durch die Kompositionen namhafter österreichischer Exilkünstler. Entertainment mit Tiefgang!"
In Reihe drei mit 12 anderen Erstis hatten manche mehr, manche weniger Spaß an diesem Musiktheater. Wir befanden uns in den ersten Reihen in kurioser Gesellschaft: neben alten Damen, die - des Alter wegens - die NS-Zeit noch erlebt hatten und Herren in Abendgarderoben stachen wir in unserer eher unkoventionellen Kleidung. Und am Rande: gute Aufführung, wenn auch gewöhnsbedürftig, wenn die Hauptdarstellerin keinen Ton trifft.

Begrenzt hörtauglich.

Zu guter Letzt: ihr müsst umbedingt den südafrikanischen Film "Tsotsi" sehen. In diesem Jahr gewann der Film einen Oscar als bester fremdsprachiger Film und wir hatten am 22.3. die Gelegenheit, die Österreichpremiere (gleichzeitig auch Europapremiere) im Filmmuseum erleben zu dürfen. Ein ergreifender und tiefgründiger Film mit hervorragender Filmmusik.

Sehenswert.