Samstag, März 11, 2006

"Wien ist anders" (4)

Teil 4: der Mobilfunk

Kauft man sich in Österreich ein Handy, hat man die Auswahl zwischen mehreren Anbietern. A1 (Vodafone), One, tele.ring, Telekom Austria und manch kleinerer Mobilfunker buhlt um seine Kundschaft. Die Tarife sind billig und transparent, aber nicht für jedermann zugänglich.

Bei A1 ist es egal, ob man in Österreich gemeldet ist oder überhaupt hier wohnt. One wiederum erwartet, dass man 1.) seinen Hauptwohnsitz in Österreich hat und 2.) schon mindestens 3 Monate hier wohnt. Tele.ring will "lediglich" eine Meldebestätigung.

Kauft man ein Handy (gute Angebote ab 1 €), so muss man sich auf einen "Umstand" gefasst machen. Das gekaufte Mobiltelefon kann nur mit der SIM-Karte des Anbieters benutzt werden. Das bedeutet: ein deutsches Handy (Siemens/jetzt: Ben-Q), welches man bei tele.ring kauft, kann nur mit einer tele.ring-Karte benutzt werden. Noch nicht einmal eine andere österreichische SIM-Karte funktioniert in diesem Gerät.

Im Gegensatz hierzu kann ich in meinem Motorola V3, welches ich beim Vertragsabschluss mit o2 gekauft habe, jede beliebige SIM-Karte einlegen. Selbst eine kasachische Karte!

In Österreich gibt es für dieses "Problem" nur eine Lösung: Entsperrung. Kostet, von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich, in etwa 85 € (legal) oder etwa 10 € (halb-legal) in einem x-beliebigen Handyshop.

Wer daran verdient, ist offensichtlich. Wer einen Nutzen daran sieht, ebenfalls. Und wer mit der Hotline telefonieren muss, die Scherereien hat und das Geld ausgibt, ist eh klar.

"Weg mit dem Speck." Und die 85 € behalten wir gleich ein.